Villebon-historisches

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25 Jahre Jumelage  mit Villebon-sur-Yvette
17. – 19. Juni 2011 (in Verbindung mit dem 20. Internationalen Straßenfest) in Liederbach

Artikel im Höchster Kreisblatt
Artikel in der Kelkheimer Zeitung

13. März – 5. April 2011: Ein sonniger Austausch

20 Jugendliche des Collège Jules Verne in Villebon-sur-Yvette, verschwistert mit Liederbach am Taunus, waren vom 30. März bis zum 5. April 2011 zu Gast im Taunusgymnasium Königstein, begleitet von ihrer Deutschlehrerin Valérie Longeard und Geneviève Moebs. Bei einem kleinen Empfang in der Cafeteria der Schule, den die Eltern der gastgebenden Kinder dankenswerterweise organisiert hatten, lernte man sich kennen. In den darauffolgenden Tagen besuchten die Franzosen Frankfurt, wurden sehr herzlich von Frau Bürgermeisterin Söllner im Liederbacher Rathaus empfangen, lernten das Familienleben und die deutsche Küche kennen (Handkäse mit Musik mögen wohl nur sehr wenige Franzosen), machten mit den Austauschpartnern einen Ausflug nach Mainz,  u. a. ins Gutenbergmuseum, und nach Wiesbaden ins Schloss Freudenberg. Die Schülerinnen und Schüler besuchten natürlich auch den Unterricht im Taunusgymnasium und wunderten sich, wie früh am Nachmittag ihre Altersgenossen doch nach Hause gehen dürfen. Am Montag gab es auch eine Führung im Hessischen Rundfunk, an die sich ein Mittagessen in der dortigen Kantine anschloss. Hochzufrieden über die neu gewonnenen Freunde und Einsichten, aber auch ein wenig traurig wegen der Trennung, traten die Villebonaisen am Dienstag wieder die Heimreise an.

Die Trennung dauerte nicht lange, denn der Rückbesuch der deutschen Schülerinnen und Schüler, begleitet von ihrem Französischlehrer Ronny Reiniger und seiner Kollegin Regine Szimnau, fand vom 4. bis zum 11. Mai statt. Nach dem Motto: „Wenn Engel reisen, lacht die Sonne“, herrschte die ganze Zeit über ein hervorragendes Wetter. Bei mehreren Fahrten nach dem nahen Paris bewunderten die Jugendlichen Sacré Cœur, den Montmartre, das Centre Georges Pompidou, Notre Dame, den Louvre, die Champs-Elysées usw. – all das unter einem strahlend blauen Himmel. Ein gemeinsamer Ausflug mit den französischen Freunden führte nach Versailles, wo die goldenen Dachverzierungen im Sonnenlicht glitzerten und ins Miniaturland France Miniature, das eine Rundreise zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten Frankreichs an einem Ort bietet.

Der Bürgermeister von Villebon, Herr Dominique Fontenaille, ließ es sich nicht nehmen, die Jugendlichen persönlich im Rathaus mit einem kleinen Imbiss und einem Umtrunk zu begrüßen. Neue Erkenntnisse gewannen die deutschen Schülerinnen und Schüler beim Besuch des Unterrichts im Collège, im Hinblick auf die Disziplin, die Länge des Unterrichtstages, die Sauberkeit in der Schule usw.

Schweren Herzens wurde die Rückreise am Mittwoch angetreten: „Partir, c’est mourir un peu“ – Auseinandergehen ist ein wenig sterben!

Ronny Reiniger, Liederbach am Taunus

16. – 27. März 2011: 13 Schüler und Schülerinnen zu Besuch in Villebon-sur-Yvette

Vom 16. bis zum 27.03. 2011 fand dieses Jahr bereits die sechste Begegnung von SchülerInnen des Privatgymnasiums Dr. Richter in Kelkheim mit unserer Partnerschule, der Ecole de l’Ile de France in Villebon statt. Das Austauschprogramm besteht bereits seit 2006 und wird jedes Jahr abgehalten. Es beinhaltet ein abwechslungsreiches Besuchsprogramm, bei dem die Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren die Schule und den Unterricht in Frankreich kennen lernen sowie tiefere Einblicke in die Kultur und Sprache bekommen sollen, etwa durch einen Abend mit den Partnern in einem echten französischen Lokal, aber auch durch einen gemeinsamen Tagesausflug, der uns dieses Jahr nach Chartres führte, wo Besichtigungen der Kathedrale, des Glasmalerei-Zentrums und der Altstadt auf dem Programm standen. Weitere Besichtigungen fanden in Paris statt, im Zentrum standen der Eiffelturm, Montmartre mit den Künstlern auf der Place du Tertre und Sacré Coeur sowie das Musée d’Orsay und das Museum für Angewandte Kunst, in dem wir einen Workshop zum Thema „Jugendstil und Art Déco“ durchführten, der allen Beteiligten viel Spaß machte. Außerdem gab es einen Empfang beim Bürgermeister von Villebon, der Partnerstadt von Liederbach. Am allerwichtigsten bei einem Austausch ist jedoch der Kontakt zum Austauschpartner und seiner Familie, den wir mit großer Freude vom 11. bis zum 22. Mai beim Gegenbesuch in Kelkheim fortsetzen möchten. Bei diesem Besuch sollen die französischen Gäste neben Frankfurt mit seiner Apfelwein-Gastronomie auch Liederbach mit der Feuerwache und einem Rathausempfang erleben und ferner den Rheingau und Wiesbaden mit dem Mitmach-Museum Schloss Freudenberg kennen lernen, um nur einige Programmpunkte zu nennen.

 Andreas Koritke, Französischlehrer am Privatgymnasium Dr. Richter in Kelkheim

 

Bericht über den Besuch einer Schülergruppe aus Villebon vom 10. bis 21. März 2010

Wie bekommt man eine Giraffe ins Flugzeug? Wie kann ein Wal den weiten Transport über den Atlantik überleben? Wann kommt der Airbus 380 (immerhin ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt) endlich nach Frankfurt? Solche und andere Fragen stellte sich Mitte März eine deutsch-französische Schülergruppe beim Besuch des Frankfurter Flughafens.

Die Dank der Einladung durch den Flughafenbetreiber kostenlose und hochinteressante Führung über das Rollfeld des heimischen Großflughafens stellte nur einen der vielen Höhepunkte des diesjährigen Aufenthalts der Gäste vom Collège-Lycée de l’Ile de France in Villebon-sur-Yvette bei Paris, der Partnerstadt von Liederbach, dar.

Die Austauschbeziehung zwischen der genannten Schule und den Gastgebern vom Privatgymnasium Dr. Richter in Kelkheim besteht nun schon seit 2006.

Die insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler der internationalen Gruppe erlebten noch andere gemeinsame Ausflüge, u. a. einen Bowlingnachmittag in Sachsenhausen mit anschließendem Essengehen in einer Apfelweinkneipe, einen Stadtrundgang durch Frankfurt mit einem Besuch im Kaisersaal des Römers sowie einen Tagesausflug nach Heidelberg.

Besonders interessant war der Besuch bei der Feuerwehr in Liederbach, wo die Herren Beckers und Praefcke, wie auch schon in den vergangenen Jahren, sehr anschaulich die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr schilderten, ebenso wie der anschließende herzliche Empfang im Rathaus Liederbach bei einem angeregten Gespräch mit der Bürgermeisterin Eva Söllner, begleitet vom Vertreter des Städtepartnerschaftsvereins, Carl Ficke.

In bleibender Erinnerung wird die Mehrzahl der Gäste sicherlich auch der Besuch des Goethehauses in Frankfurt und die Erlebnisse im Schloss Freudenberg in Wiesbaden bleiben, wo sie u. a. Einblicke in das Leben von Blinden bekamen.

Im Mai um Pfingsten herum wird der Gegenbesuch in Villebon erfolgen, auf den sich alle Teilnehmerund Teilnehmerinnen schon sehr freuen! (A. Koritke)

65835 Liederbach am Ts., 26. April 2010

Der Gemeindevorstand

Eva Söllner – Bürgermeisterin

Eine weitere Schülergruppe des Collège Jules Verne aus Villebon war im März 2010 zu  Gast im Taunusgymnasium in Königstein
Frischer Wind für alte Freundschaft – Taunusgymnasium empfängt Gäste

Am Mittwoch, 10. März 2010 durften sich 21 Austauschschüler/innen des Collège Jules Verne in Villebon-sur-Yvette über den großen Empfang freuen, den ihnen ihre Gastgeber in der neuen Caféteria des Taunusgymnasiums bereiteten.  Organisatorin Angeline Amizet hatte gemeinsam mit den Klassen der Jahrgangsstufe 8 eine aufwändige Ausstellung rund um den französischen Schriftsteller Jules Verne gestaltet, durch den die deutschen Schüler/innen ihre „Correspondants“ führten, während ihre Lehrerin erklärte und übersetzte, wo immer es nötig war.

Aus Liederbach, der Partnergemeinde von Villebon-sur-Yvette, waren eigens Carl A. Ficke, Vorsitzender des Freundeskreises Europäische Partnerschaften Liederbach e.V., und Sigrid Grether, die Erste Beigeordnete und Partnerschaftsdezernentin der Gemeinde, angereist und freuten sich über die Begegnung mit den Schülern und den beiden Lehrerinnen, Valérie Longeard und Roxane Liber. In den kurzen Begrüßungsansprachen von Dr. Hans-Joachim Scheefer und Carl Ficke wurde deutlich, dass sowohl der Partnergemeinde als auch der Schule dieser Austausch eine Herzensangelegenheit ist. Im Verlauf der Veranstaltung hatte man das Gefühl, als seien sich weder die Schüler noch die Lehrer bislang fremd gewesen. Mit dem vor Jahren schon einmal organisierten Austausch kann das indessen nichts zu tun haben, denn keiner der jetzt Beteiligten war seinerzeit schon dabei. Trotzdem, es war wie frischer Wind für eine alte Freundschaft. Nicht nur über Jules Verne und die liebevoll zusammengetragenen Ausstellungsstücke oder mit viel Fantasie erstellten Plakate kam man rasch miteinander ins Gespräch. Auch beim Fototermin in klirrender Kälte und dem in gewohnt hoher Qualität vorbereiteten Büffet plauderten Gastgeber und Gäste fröhlich miteinander. „Ein bisschen unsicher waren wir uns schon vor dem ersten Treffen“, erzählt Angeline Amizet, „denn dass die französische Gruppe überwiegend aus Jungen und die deutsche Gruppe überwiegend aus Mädchen besteht, erhöht das Risiko unterschiedlicher Interessen beträchtlich, gerade in diesem Alter.“ Allerdings hatten sich vorher die meisten damit einverstanden erklärt, den Austausch trotz dieser ungewöhnlichen Bedingungen durchzuführen.

Langweilig wurde es der Gruppe nicht, denn es gab ein abwechslungsreiches Ausflugs- und Arbeitsprogramm, unter anderem wurde während eines Besuchs in Speyer ein mysteriöser Kriminalfall aufgeklärt, in Heidelberg besichtigten die Franzosen zusammen mit den Deutschen die malerische Altstadt und die französische Gruppe verschaffte sich bei einem Abstecher nach Frankfurt auf dem Main-Tower einen Überblick über die Stadt. Roxane Liber, Geografielehrerin, hatte sich dafür entsprechende Fragen an die Jugendlichen überlegt. 

Am Dienstag, 30. März 2010 traten die Jugendlichen wieder die Heimreise an, schweren Herzens und nur getröstet von der Perspektive, ihre neuen deutschen Freunde Ende Mai in Villebon wiederzusehen.

25 Jahre Jumelage  mit Villebon-sur-Yvette  24. – 26. September 2010

 Freitag früh machten sich über 60 Liederbacher mit Bus, Bahn, Pkw und Flugzeug auf nach Villebon, um dort mit den langjährigen Freunden und der ganzen Bevölkerung 25 Jahre Städtepartnerschaft und das Patronatsfest St. Côme et St. Damien zu feiern. Der Bus war pünktlich am Treffpunkt neben dem Villeboner Rathaus, wo die Gastfamilien uns in Empfang nahmen. Nach kurzem „Luftholen“ trafen wir um 20.30 im Sportzentrum St. Exupéry beim Konzert des Orchesters „Bel Arte“ weitere Freunde aus Villebons Partnerstädten Las Rozas de Madrid (E) und Witnash (GB). Gemeinsam wohnten wir nach dem Konzert der Einweihung eines neuen großen Kinder-Freizeitzentrums bei.

Villebon hatte ein umfangreiches Programm aufgestellt, von dem hier einiges erwähnt sei. Samstag vormittag hatten die Tischtennisspieler der TSG Niederhofheim unter Leitung von Marcus Severin und Stephan Kaiser ein –erfolgreiches- Freundschaftsturnier mit ihren Villeboner Partnern. Wir anderen besuchten die interkommunale Müllverbrennungsanlage für 17 Gemeinden und wurden über die Müllverwertungs- und insbesondere Müllvermeidungsstrategien informiert.

Um 12:00 Uhr würdigte  der Villeboner Bürgermeister Dominique Fontenaille mit seinen Amtskollegen Eva Söllner, Bonifacio de Santiago Prieto und Brian Smart die Partnerschaften - 25 Jahre mit Liederbach, 20 Jahre mit Las Rozas und 18 Jahre mit Witnash. Zudem beschlossen die Gemeinden den Bau von 30 Sozialwohnungen in Haiti zu unterstützen. Nach einem „pot d’amitie“ für alle ernteten die Break-Dancer des Liederbacher  Jugendtreffs heftigen Beifall für ihre atemberaubende Vorstellung im Festzelt. Das Mittagessen (Bratwurst und Apfelwein aus Liederbach) wurde musikalisch von der Overall Jazz Gang, verstärkt durch Villebons Takati-Takité Big Band, „beswingt“. Den Nachmittag beendete eine kostümierte Führung durch zwei Stadtteile Villebons =>  Villier mit Schloß und Village mit Waschplatz.

Das gemeinsame Abendessen (spanische tapas) im Festzelt untermalte der Chor Rociero aus Las Rozas. Ein mehr als halbstündiges Riesenfeuerwerk beendete nach dem letzten Orly-Flugzeug gegen 23.00 Uhr den reichlich ausgefüllten Tag.

Um 10.15 ging es am Sonntag weiter. Die Bürgermeister pflanzten am EUROPA-Kreisel erneut einen Baum, möge er wachsen und gedeihen! Beim ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Côme et St. Damien fanden Père Doré, Pfarrerin Barbara Helling und der Vorsitzende des kath. Pfarrgemeinderates Peter Thomaschewski berührende Worte zur Gemeinsamkeit nicht nur dieses Wochenendes. Nach Kranzniederlegungen an der Gedenkstätte für die Kriegsopfer waren Gäste und Gastgeber erneut zum Mittagessen ins Festzelt eingeladen, das mit einem herzlichen „Dankeschön“ an die Gastgeber endete. Pünktlich um 15.30 startete Kevin den Bus zur Rückfahrt und lieferte seine Fahrgäste  kurz vor Mitternacht wohlbehalten und müde in Liederbach ab.

UND weil nach der Feier ja vor der Feier ist, haben wir in Liederbach bereits mit ersten Überlegungen zur Rückfeier der 25-jährigen Verschwisterung mit Villebon, verbunden mit Liederbachs 20. Internationalem Straßenfest am 3. Juni-Wochenende 2011 (17.-19.Juni 2011), begonnen.

Für den Text:    Carl  A. Ficke, Mélanie Severin, Monika A. Braun, alle FEP